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Fairness in der Spielzeugproduktion

Spielzeug wird tendenziell mehr und mehr im Ausland produziert, weit weg von fairen Arbeitsbedingungen und gerechten Löhnen. In Zeiten der Globalisierung scheint dies nichts neues zu sein, schließlich bringt es ungemeine wirtschaftliche Vorteile. Doch spätestens beim Blick auf die Kehrseite dieses Phänomen will der bewusste Konsument einige Fragen beantwortet kriegen.

Die Auslagerungen der Produktion in „Billig-Lohn-Länder“ hilft multinationalen Unternehmen niedrige Löhne und geringe Produktionskosten durchzusetzen. Die kurzen Lieferzeiten tragen ihres dazu bei, dass es zu verschiedensten Verletzungen der Menschen- und Arbeitsrechte in den Entwicklungs- und Schwellenländern kommt. Am Beispiel von China kann sehr gut veranschaulicht werden, wie groß die Missstände sind. Schätzungsweise 3-5 Millionen Menschen arbeiten und leben in chinesischen Spielzeugfabriken – die meisten von Ihnen unter menschenunwürdigen Bedingungen, fernab ihrer Familie und mit einer zu niedrigen Entlohnung, um ihre Familie zu ernähren.

Doch, was sollen wir dagegen tun?

In erster Linie hilft schon ein Bewusstsein zu erlangen, welche Art von Spielsachen erworben wird. Ein solches Bewusstsein kann der Konsumenten wiederum in eine Verantwortungsrolle umwandeln. Initiativen wie www.spielsachen-fair-machen.at stellen Know-How und Hintergrundinformationen für die richtige Kaufentscheidung bei Spielsachen zur Verfügung und schaffen Klarheit über die herrschenden Produktionsverhältnisse. Abseits dieser Informationshilfe steht der Kauf von regional produzierten Spielsachen unangefochten an der obersten Spitze der fairen Produktionslösungen. Regionale Produzenten wie www.holzspielzeug-und-mehr.at in Österreich schließen jegliches Risiko der Menschenrechtsverletzung in fernen Ländern per se aus. Egal welchen Weg der einzelne Konsument wählt, wichtig ist die mit ihm verbundene Konsumentenmacht verantwortungsvoll einzusetzen.

 

green design - hocker aus esche lamellen

Nachhaltigkeit trifft auf Design

Ökologisch muss nicht gleich bieder oder verkorkst bedeuten. Was die Ökos in den siebziger Jahren noch gefordert hatten, ist heute längst überholt. War ein Produkt bunt, so roch es förmlich nach giftigen Farbstoffen. War der Pullover handgestrickt aus ungefärbter Schafswolle, so musste er kratzten, sein Träger nahm dies mit Blick auf die ökologische Gerechtigkeit gern in Kauf. Und heute?

Heute trifft der Ökologie-Anspruch ganz mutig jenen des Designs und der Funktionalität gegenüber. Mehr noch, die Konsumenten fordern einen Designanspruch in der Welt des Nachhaltigem. Nicht nur die LOHAS (Anhänger des ‚Lifestyle of Health and Sustainability‘) stellen diesen Anspruch, auch Konsumplattformen wie UTOPIA versammeln die wachsende Zahl an bewusst agierenden Konsumenten, die ihren Wunsch nach ästhetischen Produkten mit dem Meerwert einer grünen Seele nicht verheimlichen. Diesbezüglich gibt es klarer Weise viele Konzerne, die jene Konsumente befriedigen wollen. Sie verzieren fragwürdige Produkte mit einem grünen Mäntelchen und entdecken mit ‚Greenwashing‘ ein neues, effektives Marketingtool. Doch an dieser Stelle trifft unser Interesse nicht den Marktmächten der großen Wirtschaftsunternehmen, sondern den Aktivitäten vieler kleinen Unternehmen. Sie kreieren ihre Produktideen oft aus alten handwerklichen Traditionen, verwenden regionale Materialien und wurzeln somit auf rein ökologischen, nachhaltigen Rohstoffen – in Kombination mit Design und Ästhetik.

„Die Öko-Branche ist experimentierfreudiger und stutzt innovative Konzepte nicht im Vorfeld durch Marktforschung zusammen. Sie vertraut stärker auf Nischen- als auf Mainstream-Strategien.“

Was Jutta Nachtwey und Judith Mair in ihrem Buch ‚Design Ecology‘ so treffend beschreiben, bewahrheitet sich in der Praxis quer durch unsere westlichen Länder. Hübsche Designmöbel, innovative Dekorationsartikel und unikate Spielwaren aus Holz und anderen ökologischen Materialien sind nicht Mainstream, aber eben darum umso besonderer. Ein Beispiel hierfür ist der heimische Familienbetrieb um die Marke ‚waelderspielzeug‘. Designansprüche in schmucken Möbelstücken lassen sich in ihrem Sortiment finden. Handgemachte Möbel aus regionalem Holz werden den Ansprüchen der Ästhetik und Nachhaltigkeit gleichzeitig gerecht.

Bleibt nur mehr eins zu erwähnen – wen’s interessiert www.holzspielzeug-und-mehr.at

Plastik

Plastik, die scheinbar perfekte Lösung

Unzerbrechlich, flexibel, leicht – die Vorzüge des noch jungen Materials Plastik lesen sich gut. Seine Erfolgsgeschichte dient als Musterbeispiel in der Wirtschaft. Vor ca. 100 Jahren wurde es von Chemikern entwickelt und durchzieht heute all unsere Lebensbereiche. In Beschichtungen, Beimischungen und Verpackungen steckt es oft an unsichtbaren Stellen, die wir nicht vermuten würden: Badeanzüge, Sonnenbrillen, Fernseher, Handys, Flugzeuge, Kinderspielzeug, Zahnbürsten, Kosmetikverpackungen, PET-­Flaschen und einiges Mehr lässt sich aus diesem Stoff basteln.

Weltweit werden pro Jahr 200 Millionen Tonnen Kunststoff produziert, ein knappes Viertel davon geht auf des europäische Konto. Allein an der europäischen Kunststoffproduktion sind fast 2 Millionen Menschen beteiligt. Unglaubliche Zahlen, für ein Material, das erst nach dem zweiten Weltkrieg für die Massen bestimmt war. In der Schweiz wurden 1948 erstmals Supermärkte mit der Idee von stapelbaren, fertig verpackten Lebensmitteln eröffnet. Eine Verkaufsinnovation, die ein neues Konsumzeitalter einläutete. Ab nun war es ein Leichtes die Lebensmittel länger haltbar, marketingorientiert verpackt und stapelbar in die Regale zu stellen, wo sie in großen Menschen konsumiert werden sollten. Nur einen wesentlichen Schwachpunkt hat die scheinbar perfekte Alternative zu den bis dahin verwendeten Materialien um Glas, Holz und Aluminium: Die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt kranke Experten zufolge an dem enormen Plastikkonsum.

Was ist dran an dieser Behauptung? Die Umwelt wies als erstes Symptome verschiedenster Art auf. Ein Müllstrudel mit der Größe des US-amerikanischen Bundesstaats Texas schwimmt nachweislich auf dem pazifischen Meer und wird von der Sonne, Gezeiten, Wind und Wellen zersetzt bzw. von Meeresbewohnern in seinen kleinen Partikeln als Nahrung aufgenommen. 95 Prozent der Fische enthalten Plastik in ihren Mägen,  viele Tiere sterben aufgrund des Plastiks. Der mit Plastik gefüllte Magen enthält keine Nahrstoffe und lässt die Tiere elendig verhungern.

Und wo landen diese Meerestiere und Fische nach ihrem Tod? Richtig, auf dem Teller von den menschlichen Bewohnern. Auf indirektem Weg landen somit Plastikpartikel auch im menschlichen Körper. Der direkte Weg wird jedoch nicht minder oft in Studien nachgewiesen – über Hautkontakt, das Einatmen oder den Mund werden einzelne Moleküle des Plastiks aufgenommen und wirken im Körper ähnlich wie weibliche Hormone. Dem Universitätsprofessor Klaus Rhomberg zufolge zerfalle Plastik im Laufe der Jahre durch Hitze, Abrieb, Benutzung und natürlichem Zerfall. Einzelne Moleküle entweichen „natürlich“ der scheinbar gebundenen Masse. Dieser Zerfall wirkt sich auf den Hormonhaushalt der Menschen aus und ruft durch Chemikalien wie Phtalate oder Bisphenol zunehmend Unfruchtbarkeitsraten, hormonabhängige Tumore oder Allergien aus. Für die Direktorin der Chemi-Kampagne CHEM-Trust, Elizabeth Salter-Green, sind diese Forschungsergebnisse nichts neues: Phthalate verursachen Gesundheitsstörungen! Klar sei nur nicht, wie weit diese gehen.

Angesichts dieses gravierenden Schwachpunkts wirkt das scheinbar perfekte Plastik doch eher als kurzsichtig gedachte Lösung. Bewusst konsumierenden Bürger suchen schon länger nach vertrauenswürdigen, nachhaltigen Lösungen, um dem Plastikdilemma entgegen zu wirken. Alternativen sind oft schwer zu entdecken und auf den ersten Blick mit unter spärlich vorhanden, doch es gibt sie. Wir helfen in den nächsten Beiträgen einige Möglichkeiten zu finden. Eins sei schon versprochen, ihr werdet überrascht sein, wie einfach die Lösungen manchmal sogar sind.

Für Interessierte ein Lese- bzw. Videotipp – www.plastic-planet.at

Nachhaltigkeit - für die nächste Generation

Holz – Ursprung der Nachhaltigkeit

Wer sich mit Holz befasst, dem ist der Begriff der Nachhaltigkeit bekannt. Genau genommen kommt der Begriff sogar aus dem Holzbereich, oder besser gesagt aus dem Wald. Vor 300 Jahren waren es die Förstner, die dem Begriff seine Sinnhaftigkeit verliehen: In einem Wald darf nicht mehr Holz geschlagen werden, wie auch wieder nachwächst. So simpel das im Fall des Waldes klingt, so kompliziert gestaltet sich dies oft beim Umlegen auf andere Lebensbereiche.

Die Idee scheint klar – wer nachhaltig wirtschaftet, trägt Sorge, dass unsere Lebensgrundlagen auch künftigen Generationen erhalten bleiben. Und wo ließe sich dies besser beginnen, als im Konsumverhalten von uns mündigen Bürgern. Holz ist unumstritten eine der wichtigsten Ressourcen, die für Konsumgüter verwendet werden. Doch Holz ist nicht gleich Holz. Weltweit werden Waldflächen im großen Stiele gerodet – Experten schätzen die Rodungen auf ca. 35 Fußballfelder pro Minute. Verheerende Zahlen für unsere Umwelt und unsere Gesundheit. Doch wir sind den Tatsachen nicht hilflos ausgeliefert. Durch unser Konsumverhalten können wir viel Verantwortung übernehmen und das Steuer selber in die Hand nehmen. Holzmöbel aus regionaler, nachhaltiger Forstwirtschaft sind hier nur ein Beispiel, auf das wir in den folgenden Berichten gerne immer wieder zurück kommen werden. Sie funktionieren wie kleine CO2-Speicher – für Mensch und Umwelt.

In diesem Sinne HERZLICH WILLKOMMEN auf unserem Blog der Nachhaltigkeit, den wir für euch mit verschiedenen Themen der Ökologie, des Konsums, der Lebensqualität, der Gesundheit und nicht zuletzt der Zukunftsfragen füllen werden.

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch das Team der Holzverarbeitung Gebrüder Metzler*